Medienkompetenz

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Der Begriff „Medienkompetenz“ ist ein schillernder. Das Medienkompetenzmodell von Bernd Schorb[1] geht über eine vor allem von Dieter Baacke geprägte Definition hinaus und unterscheidet zwischen

  • Medienwissen (als Funktions-, Struktur- und Orientierungswissen),
  • Medienbewertung (als kritische Reflexion; ethisch und kognitive Qualifizierung),
  • Medienhandeln (als Medienaneignung, -nutzung, -partizipation und –gestaltung).


Einen anderen Ansatz wählte Stefan Aufenanger[2], der sechs verschiedene Dimensionen der Medienkompetenz unterscheidet:

  • Kognitive Dimension (wissen, verstehen, analysieren),
  • Handlungsdimension (gestalten, ausdrücken, experimentieren),
  • Moralische Dimension (betrachten und beurteilen unter ethischen Aspekten),
  • Soziale Dimension (Teilhabe, Thematisierung der sozialen Auswirkungen),
  • Affektive Dimension (Medien als Unterhaltung und der angemessene Umgang damit),
  • Ästhetische Dimension (Gestaltung von Medieninhalte).


Benötigte E-Learning-Kompetenzen an Hochschulen gehen über den Begriff der Medienkompetenz noch hinaus und schließen nach einem Vorschlag von Anne Thillosen und Holger Hansen[3] zusätzlich auch hochschuldidaktische Kompetenzen (u.a. Planungs-, Leitungs- und Methodenkompetenz) und wissenschaftsbezogene Kompetenzen (Recherche, Datenbanken, Literaturverwaltung…) mit ein.


Quelle

  1. Schorb, Bernd (2005). Medienkompetenz. In Hüther, Jürgen/ Schorb, Bernd (Hrsg.), Grundbegriffe Medienpädagogik. München: kopaed. S. 257-262.
  2. Aufenanger, Stefan (2003): Medienkompetenz und Medienbildung, in: ajs-Informationen 1(2003), S. 4-8
  3. Thillosen, Anne und Hansen, Holger (2009): Technik und Didaktik im E-Learning: Wer muss was können? Ein Plädoyer für verteilte Medienkompetenz in Hochschulen. In: U. Dittler u.a. (Hrsg.): E-Learning: Eine Zwischenbilanz. Kritischer Rückblick als Basis eines Aufbruchs; Münster 2009, S. 133-148.
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