Einführung E-Klausuren

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Das Format der E-Klausur orientiert sich in seiner Herangehensweise am Papierformat. Das heißt, es handelt sich um Präsenzklausuren, die in den Räumlichkeiten der Universität absolviert werden. Grundlegender Unterschied ist, dass E-Klausuren am Rechner geschrieben und überwiegend automatisch ausgewertet werden können.


Der Einstieg in elektronisches Prüfen

Entscheiden sich Lehrende zur Durchführung einer E-Klausur, ist es wichtig, dass neben den zahlreichen Vorteilen, auch auf neue Herausforderungen hingewiesen wird.

Chancen

  • Erhebliche Zeitersparnis und schnelles Veröffentlichung der Klausurergebnisse durch eine größtenteils automatische Korrektur
  • Gewährleistung der Lesbarkeit von Freitextaufgaben unabhängig vom Schriftbild des Studierenden
  • Große Auswahlmöglichkeit an Fragenformaten im ILIAS
  • Möglichkeit, Medien einzubinden (z.B. Videosequenzen, Audiodateien, Bilder)
  • Organisation von Fragebeständen in Fragenpools z.B. nach Schwierigkeitsgraden und Thematik unterteilt und dadurch
  • Möglichkeit des Sammelns und Wiederverwendens von Fragen sowie
  • Möglichkeit des Erstellens von Zufallsklausuren

Herausforderungen

  • umfangreiche Vorarbeiten:
    • Überführung bisheriger Klausurfragen in das neue Frageformat
    • Aufbau digitaler Fragepools und ggf. Zuordnung zu Themen bzw. Schwierigkeitsgraden
  • Studierenden müssen meist auf das Prüfungsformat vorbereitet werden

ILIAS als Prüfungssystem

An der MLU wird im E-Learning-Bereich seit 2006 das System ILIAS verwendet. Zum Erstellen als auch zum Schreiben von E-Klausuren steht den Lehrenden eine entsprechende Autoren- und Klausurplattform zur Verfügung. Diese Plattform ist über das Intranet der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erreichbar und wird von Mitarbeitenden des IT-Servicezentrums der MLU und des LLZ betreut.

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Fragetypen- und Klausurerstellung

Im ILIAS stehen den Lehrenden bei der Gestaltung von E-Klausuren verschiedene Fragetypen zur Verfügung. In den Erläuterungstexten können zudem Bilder zur Visualisierung integriert werden. In einem ersten Schritt empfiehlt es sich, Fragenpools anzulegen, in denen die Klausurfragen organisiert werden. Dies ist besonders von Vorteil, wenn mehrere Lehrende in das Erstellen einer Klausur involviert sind. Aus den Fragepools lassen sich dann Klausuren zusammenstellen, welche bspw. mit einer zufälligen Fragenreihenfolge und abhängig von Thema bzw. Schwierigkeitsgrad parametrisiert werden können.

Klausurdurchführung

Über ihr UNI-Login können sich die Studierenden auf der Klausurplattform anmelden und erhalten nach Eingabe eines Klausurpassworts Zugriff auf die E-Klausur. Die Ergebnisse werden während der Klausur laufend auf der Klausurplattform gespeichert, so dass bei technischen Problemen (Stromausfall, Rechnerabsturz) die Klausur an einem Ersatzrechner fortgesetzt werden kann.

Auswertung und Archivierung

Die Auswertung der Fragen erfolgt je nach Aufgabentyp automatisch. Bei Bedarf ist eine Nachkorrektur in der Klausurplattform möglich. Freitextantworten, die eine detaillierte, manuelle Korrektur erfordern, lassen sich exportieren und ggf. ausdrucken. Nach der Auswertung werden die Ergebnisse nach den Anforderungen der Prüfungsämter bereitgestellt.

Unterstützung durch das LLZ

Das LLZ unterstützt die Lehrenden vor allem hinsichtlich der Organisation und der technischen Umsetzung, greift aber bei der inhaltlichen Gestaltung der Klausuren nicht in den Verantwortungsbereich des Lehrenden ein.

Fachbezogene Kontaktdaten LLZ